Italien-Gemeindereise 2021: in den Herbstferien nach Ravenna und Friaul (31.10.-6.11.2021)

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Herzliche Einladung zu unserer 3. Gemeindereise

Dieses Jahr werden wir im Norden Italiens unterwegs sein und wir sind sehr zuversichtlich, dass es auch möglich ist. Organisiert wird es wieder von TOBIT-Reisen, mit denen wir mit unserer LutherReise 2017 als auch unserer RomReise 2019 sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Das Komplettpaket mit guten, zentralen Hotels, auch die inklusiven Eintritte und die Halbpension haben uns bisher nie enttäuscht. Die Coronaregelungen werden so sein, dass wir die Reise ohne Risiko genießen können.

Unser Reiseleiter Ulf, der uns bereits in Rom hervorragend geführt hat (nicht zu viel, nicht zu wenig, aber immer bereit für mehr), wird uns auch diesmal begleiten!

Pfarrer Markus Gneiting wird ebenfalls wieder dabei sein als Ansprechpartner und Betreuer.

Wir freuen uns über Mitreisende aus dem ganzen Zollernalbkreis, aber auch darüber hinaus. Egal ob katholisch, freikrichlich oder ohne kirchlichen Bezug. Allerdings verstehen wir uns als Reisegruppe, die jedoch auch Freiheiten und Individualität ermöglicht. Für Rückfragen dürfen Sie sich gerne an Pfarrer Markus Gneiting wenden. (07432-7237; markus.gneiting@elkw.de)

Hier der Downloadlink des ganzen Flyers https://kurzelinks.de/GemeindereiseItalien

Internationale Wochen gegen Rassismus 18.-28 März 2021

 

Seit 1961 gibt es den Internationalen Tag gegen Rassismus, der um den 21. März eines Jahres begangen wird, um sich mit den Gegnern und Opfern von Rassismus zu solidarisieren.

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus sind daraus hervorgegangen, um zu sensibilisieren und deutlich zu machen, wo Rassismus, oft unbewusst, auftaucht und mitten unter uns sich (wieder) breit macht. An Hautfarbe, Herkunftsland , Kultur oder auch Religion lassen sich Benachteiligung, Ausgrenzung und immer öfters auch Gewalt festmachen, doch letztlich ist es oft die Unsicherheit dem Fremden und Unbekannten gegenüber.

Anaëlle Koschnike-Nguewo war vor ein paar Jahren schon in Pfeffingen anlässlich des Weltgebetstags. Damals war ihr Herkunftsland Kamerun Thema. Ihre eigenen Erlebnisse und Sichtweise zum Thema Rassismus hat sie unter anderem in 2 Gedichten veröffentlicht. Herzlichen Dank für die Abdruckerlaubnis.

 

Gedichte von Anaëlle Koschnike-Nguewo

 

Die Angst vor dem Fremden

 

Die Angst macht uns schwach

Sie hält uns in einem starren Gefängnis

Weißt du nicht, dass deine Angst dich in einem Gefängnis hält?

Komm, lasst uns aufeinander zugehen

Ich erzähle dir wer ich bin

Dann wirst du merken, dass wir doch mehr gemeinsam haben

Dass ich die gleichen Emotionen wie du haben kann

Dass Ignoranz Angst erzeugt und Wissen Angst bekämpft

Dann wirst du feststellen, dass wir im Grunde nicht so unterschiedlich sind

Dass uns mehr miteinander verbindet als wir denken

Dass wir menscherzeugte Zuschreibungen und Spaltungen nicht weiterberücksichtigen sollen

Dass wenn wir endlich wissen, dass es nur eine Rasse gibt: Mensch

wir endlich das erreichen können, was Gott vorgesehen hat: ein Leben Miteinander und Füreinander in Ihm.

Anaëlle Koschnike-Nguewo

 

 

Ich weigere mich!

Ich weigere mich, die Brille der Gesellschaft zu tragen

Ich weigere mich, mich mit deren Augen zu sehen

Ich weigere mich zu glauben, dass ich eine andere Haarfarbe, Hautfarbe, Figur…haben muss, um angenommen zu werden

Ich weigere mich, den Anderen die Macht zu geben mich zu verletzen

Ich weigere mich, den Anderen über meinen Wert, meine Würde entscheiden zu lassen

Ich weigere mich, ständig beweisen zu wollen, dass ich den Klischees nicht entspreche

Ich weigere mich, mich in vorgefertigte Schubladen stecken zu lassen

Ich weigere mich, die Schwarze, die Afrikanerin genannt zu werden, wenn auf meiner Geburtsurkunde vier Namen zur Auswahl stehen: Estelle Anaëllle Diepe Nguewo

Ich weigere mich zu denken, dass ich eine andere als ich sein muss, um von der Gesellschaft akzeptiert zu werden

Ich weigere mich, mein Ich, meine Identität zu verlieren, weil ich der Gesellschaft gefallen möchte

Ich weigere mich, mich durch Bemerkungen kränken zu lassen

Ich weigere mich, mein Potential nicht auszuschöpfen, weil für mich in dieser Gesellschaft keine Chance besteht, die obersten Stufe der Karriereleiter zu besteigen

Ich weigere mich, mit gesenktem Haupt durch das Leben zu gehen, weil ich den Blick der anderen nicht ertragen kann

Ich weigere mich, jeden Blick negativ zu interpretieren und mich als Opfer zu sehen

Ich weigere mich, den Platz, die Rolle anzunehmen, den die anderen für mich gewählt haben

Ich weigere mich, den Stimmen in mir und um mich herum Glauben zu schenken, die mir sagen wollen, dass ich nicht gut genug bin

Ich weigere mich, mein Haus nicht gerne verlassen zu wollen, weil ich Angst vor dem Blick der anderen habe

Ich weigere mich, mein Leben auf dieser Erde nicht genießen zu können, weil ich nicht wie die anderen bin

Ich weigere mich, mich meiner Hautfarbe, meiner Herkunft, meinem Anderssein zu schämen.

Ich weigere mich, auf Hass mit Hass zu antworten.

 

Herr ich danke Dir, dass ich eine wunderbare Kreatur bin, dass Du mich als Dein Ebenbild erschaffen und einen guten Plan für mein Leben hast. Meine Würde kommt von Dir, Der mich bedingungslos liebt.

Anaëlle Koschnike-Nguewo