Verabschiedung und Neueinsetzung der Mesnerinnen

Als Mesnerin hat Irmgard Haasis (Zweite von rechts) Abschied von der evangelischen Kirchengemeinde Pfeffingen genommen; als Gemeindeglied bleibt sie ihr erhalten. Das Bild zeigt sie mit Markus Gneiting, der Mesner-Obfrau des Kirchenbezirks, Sigrid Rehfuß (von links) und mit ihrer Nachfolgerin Johanna Lebherz. Foto: Conzelmann Foto: Schwarzwälder Bote Albstadt-Pfeffingen (sc).

Der Gottesdienst in der Nikolauskirche endete zu den Klängen von "Geh unter der Gnade"; es spielte der Posaunenchor TOP. Die Auswahl der Lieder hatte aus gegebenem Anlass Mesnerin Irmgard Haasis getroffen – sie wurde an diesem Tag aus dem Dienst verabschiedet.

Auch den Predigttext hatte Haasis ausgewählt: Es war das Gleichnis von den zehn Jungfrauen aus dem Matthäusevangelium – neuere Übersetzungen sprechen von den zehn Brautjungfern. Zum Fest aller Feste, erklärte Pfarrer Markus Gneiting, sei der Mensch geladen, das Tischkärtchen stehe schon an seinem Platz – doch sei eine innere Vorbereitung auf das Fest nötig, um Hausgenosse Gottes zu werden.

Eine besondere Hausgenossin der Pfeffinger Kirchengemeinde war über 15 Jahre lang Irmgard Haasis. Fast zeitgleich mit Pfarrer Markus Gneiting hatte sie 2003 ihren Dienst in der Nikolausgemeinde angetreten, und, so berichtete sie, "wir haben immer gut miteinander können". In sehr persönlichen Worten erzählte sie zu Ende des Gottesdienstes von schönen Begegnungen und guten Gesprächen in ihrer Dienstzeit – "Ich höre sehr ungern auf; meine Tätigkeit hier hat mein Leben sehr bereichert". Abschließend bedankte sie sich bei ihrem Mann Christian und ihrer Familie für deren Unterstützung.

Indes wird Irmgard Haasis auch in den kommenden Jahren in ihrer Kirchengemeinde präsent bleiben: Sie besucht in deren Namen Jubilare, sammelt Spenden für die Basler Mission und hilft beim Frühstückstreff. Auch die Egli-Figuren-Ausstellung im Frühjahr ging auf ihre Initiative zurück. Gleichwohl, so Pfarrer Gneiting, müsse sie jetzt "im positiven Sinne zur Seite treten" und ihrer Nachfolgerin Johanna Lebherz Platz machen – die ist derzeit noch Hausmeisterin des Gemeindehauses Moltkestraße in Tailfingen. Gneiting hob abschließend die Bedeutung des Mesnerdienstes hervor, der ein geistliches Amt sei, und erteilte sowohl Haasis als auch Lebherz seinen Segen. Schwarzwälder Bote 18.07.2018